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Netze der Angst
1993 | ZDF, 45 Minuten




Mit den Merkmalen langbeinig, behaart und schwarz lsen Spinnen, sobald sie eine gewisse Gre erreichen, oft Panik und Ekelgefhle aus. In der Folge werden sie, wo immer der Mensch sie zu Gesicht bekommt, ohne groe Gewissensbisse erschlagen, zertreten, weggeschwemmt. Im gnstigsten Fall bersieht man sie oder setzt sie mglichst schnell vor die Tre.

So entgeht unserer Aufmerksamkeit ein Geschpf, das an Farbenreichtum, Vielfltigkeit und abenteuerlichem Instinkt seinesgleichen sucht ein Tier, das zudem wie kaum ein anderes die Fantasie der Menschen beschftigt, Literaturgeschichte, Krankheitsgeschichte(n) und Kinogeschichte geschrieben hat.



Film von Sylvia Stasser
und Wolfgang Wrker
Kamera: Niko Stein
Schnitt: Giusi Violani
Redaktion: Hans Helmut Hillrichs


Whrend die Furcht vor der Spinne, die Arachnophobia, als ebenso bekannt und verbreitet gelten kann, erregt die Arachnophilia, die Leidenschaft fr Spinnen, erst in jngster Zeit Aufmerksamkeit. Immer hufiger werden Vertreter der Spezies Mensch dabei ertappt, wie sie sich mit detektivischer Akribie und geschrftem Blick frs Detail ber Taranteln, Schwarze Witwen oder Bananenspinnen beugen, wie sie mit Lupen und Fangglsern in dsteren Gewlben unterwegs sind, wie sie in Holzhandlungen und Frchtedepots auf Safari gehen.

Unsere Dokumentation konfrontiert den Zuschauer mit einem Netz widersprchlicher Gefhle: von Fremdheit und Nhe, mit Scheu und Leidenschaft, mit fernen, exotischen Gefilden und jenen dunklen Ecken der heimischen Welt (und in uns selbst), aus denen die Spinnen und die ngste kommen.
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