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Algenfischer
2010 | ZDF Abenteuer Wissen, 30 Min, HD


Herausgerissen aus ihrem Lebenselixier sehen Meeresalgen wenig anziehend aus. Sie sind glitschig und riechen streng. Warum also unser wachsendes Interesse an der unscheinbaren Vegetation? Ganz einfach: weil die Welt mehr davon braucht. Makroalgen sind die Pflanzen der Zukunft, überall dort gefragt, wo es um die großen Herausforderungen der Menschheit geht: in der Lebensmittelindustrie und Medizin, beim Kampf gegen Hunger, Armut und Erwerbslosigkeit. Nicht zuletzt sind sie wichtige Zeugen für den globalen Klimawandel und seine Auswirkungen im Küstenbereich.

Auf Sansibar, einer Inselgruppe vor der Festlandküste Ostafrikas, werden Rotalgen der Gattung Eucheuma angebaut. Sie enthalten Carrageen, einen Werkstoff der Natur, der hervorragend schmiert, klebt und geliert. Als E 407 ist das Zauber-Gel längst in unzähligen Lebensmitteln versteckt.



Buch und Regie: Sylvia Strasser
Kamera: Mark Falk, Klaus Knodt
Schnitt: Jörg Schömmel
Redaktion: Ute Kleineidam, Anne Hartmann


Dr. Flower Ezekiel Msuya ist Meeresbiologin und Expertin für Großalgen am Institut für Meereskunde der Universität von Dar es Salaam. Mit Kollegen sorgt sie dafür, dass die Algenzucht Sansibars, fast ausschließlich in Frauenhand, auf wissenschaftlich fundierten Beinen steht. Der Anbau der Algen, ihr Export und jüngst auch die Weiterverarbeitung vor Ort sollen den Bewohnern der Inseln helfen, in einer der ärmsten Regionen der Erde zu überleben. Außerdem stärken sie den sozialen Status der Frauen in einer traditionell islamischen Gesellschaft. Entstanden ist ein neuer Wirtschaftszweig, der nicht nur den persönlichen Lebensstandard der Algenfischerinnen von Sansibar verbessert hat. Das gesamte Inselleben profitiert davon.

Über 7000 Kilometer trennen Sansibar und Helgoland. Die einzige deutsche Hochseeinsel ist bekanntermaßen ein Zentrum des Vogelflugs. Aber viel mehr als das. Bei Ebbe offenbart sich ein fantastisches Algenparadies: für Wissenschaftler das ideale Freilandlabor. Sie durchforsten das Helgoländer Watt und einen dichten Unterwasserwald, der bis zu zwölf Meter in die Tiefe führt. Seit vielen Jahren untersucht Dr. Inka Bartsch vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven das Wachstums- und Fortpflanzungsverhalten von Großalgen, im Labor und draußen im Feld. Durch den Klimawandel gewinnt die Erforschung und Vermessung der Helgoländer Algenwelt an Brisanz. Wie wirken sich weiter steigende Temperaturen auf die Entwicklung der großen Brauntange aus? Sind die Unterwasserwälder – und damit auch der Lebensraum und natürliche Schutz unzähliger Organismen – in Gefahr?
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